Ein paar komplementäre Verweise zum Konflikt um die Ukraine

Prolog 1:

„Hitler bedeutet Krieg“, habe sein Vater 1933 zu ihm gesagt. Als Heranwachsender habe er das nicht geglaubt. Und so sei das jetzt wieder: „Ich, ein alter Mann, sage euch, dass wir in einer Vorkriegszeit leben.“ Und die jungen Leute, sagte er, würden es ihm nicht glauben. …

Der wichtigste Tipp Bahrs an die Schüler? „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.

Egon Bahr. Zum Quellnachweis siehe: Rhein-Neckar-Zeitung, 04.12.2013

Prolog 2:

Je länger und enger ich in Bonn das politische Geschehen und dessen journalistische Verarbeitung miterlebte, desto unbehaglicher fühlte ich mich als Teil einer professionell betriebenen Verschwörung zur Unterdrückung der Wirklichkeit.

Jürgen Leinemann, Reporter des Spiegel. Zum Quellnachweis siehe: Höhenrausch: Die wirklichkeitsleere Welt der Politiker

Der aktuelle Konflikt um die Ukraine ist ein weiterer Punkt in einer jeweils langen Liste besorgniserregender imperialistischer Aggressionen und erschreckender medialer Kriegshetze und Lügenpropaganda.
Es gibt sicher nicht DAS Medium, das die pure Wahrheit und nichts als die Wahrheit verbreitet, weder im konkreten Detail noch in der Einordnung, Bewertung und Gesamtsicht.

Um eine kritische Prüfung und Einschätzung der verschiedenen Information(squell)en kommen wir nicht drumherum. Gerade gegenüber massiver organisierter Meinungsmache ist es dabei unverzichtbar, ein möglichst breites Spektrum an Informationen und Quellen überhaupt erstmal wahrzunehmen.

Es gilt mindestens die gute alte Regel: In Kriegs- und Vorkriegszeiten Feindsender hören!

Diversität der Informationen und -quellen, kritische Prüfung und gewichtende Einordnung in Gesamtzusammenhänge weisen einen Weg aus der modernen Meinungssklaverei.

In diesem Sinne folgt hier in Schlaglichtern aus den letzten Wochen eine kleine Auswahl von Verweisen zum Konflikt um die Ukraine. Die Liste ist als komplementäre Ergänzung zur „offiziellen“ Neusprech-Version des „freien Westens“ zu verstehen und insofern absichtsvoll relativ negativ-einseitig.

… mit einem besorgten, aber hoffnungsfrohen Gruss an F. 😉

Emancipate yourself from mental slavery!

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2 Responses to Ein paar komplementäre Verweise zum Konflikt um die Ukraine

  1. anjamueller2 says:

    Ich veröffentliche Übersetzungen der ukrainischen Bloger hier: anjamueller.livejournal.com
    Bitte alle, die glauben, dass die Wahrheit wichtig ist, informieren Sie alle über diese Seite

  2. Ecoist says:

    Passend dazu von anderer Stelle eine Frage, über die ich gestolpert bin:

    „Womit erklärt ihr euch eigntl so die Eindimensionalität der Medien hierzulande?“

    Antwort und Überlegungen, die das ausgelöst hat:

    – Kapitalcharakter des Medienkapitals
    – Warencharakter der Information und der Medienschaffenden
    – Schichtcharakter der Medienschaffenden
    – generelle ideologische Dominanz der Herrschenden
    – konkrete gezielte Meinungsmache und -kontrolle durch die Herrschenden und ihre Agenten
    … Bäh, hat man hier wenige Worte 😦 Also kommt hinzu die …
    – SMS-mässige Zurichtung der Information und der Informierten ^^ ;-/

    Reaktion des Fragenden: „stimm ich voll und ganz zu. Aber die Ukraine-Geschichte speziell wirkt auf mich unglaubl nebulös. Sogar die taz hat es vergeigt“

    Ich würde dann erstmal versuchen, die Eindimensionalität in geeigneter Weise theoretisch zu beschreiben, begrifflich zu fassen, einer auch historisch vergleichenden quantifizierenden Erforschung zugänglich zu machen.

    Würde nach Gegenargumenten suchen. Immerhin bekommt man mit etwas Anstrengung eine Liste von 100ten von Links zusammen, die die Sache in sehr großer Breite, von vielen Seiten und in vielen Details angeht. Die Diversität ist eigentlich schon da. So finden wir immerhin Ansätze und Wege zur individuellen oder kleinkollektiven Selbstbefreiung aus der Hirnsklaverei (siehe dazu auch: ). Unter dem Gesichtspunkt Globalisierung und Informationszeitalter könnte man von einer Verlagerung der Diversität sprechen: in den Ländern mehr Eindimensionalität, dafür aber die Möglichkeit und Notwendigkeit, die globale und die kleinteilige Berichterstattung und Kommentierung zu nutzen 🙂 Das ist aber leider noch keine Massenperspektive 😦

    Das Information Brokering ist wohl ein wichtiger Punkt, gerade auch wenn man nach Lösungen sucht. Was ich mir wünsche, weil ich denke, dass es fehlt: eine sich entwickelnde und vernetzende Bewegung, die sich der breiten Informationsgewinnung, kritischen Sichtung und Zusammenfassung nach bestem Wissen und Gewissen widmet.

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